Tag der Gemeinschaft bei KEBAP am 07. September 2019 ab 14 Uhr

Ein Tag für Alle!

Gemeinsam mit Initiativen, Vereinen, KünstlerInnen und euch wollen KEBAP und KEGA zeigen, dass wir gemeinsam eine andere Welt erschaffen können. Wir laden euch ein zu einem bunten, freundlichen und nachbarschaftlichen Fest mit leckerem Essen, guter Musik und spannenden Themen.

Du hast Lust mitzumachen? Melde dich gern bei KEBAP: info@kulturenergiebunker.de

Wir suchen noch Musiker*innen und Künstler*innen, die Lust haben aufzutreten oder eine Aktion zu machen und Projekte und Initiativen, die sich vorstellen wollen. Auch helfende Hände für den Tag vor Ort können wir gut gebrauchen!

Und es ist natürlich auch die perfekte Gelegenheit, um die KEGA direkt vor Ort kennenzulernen.

Los gehts ab 14 Uhr in der Schomburgstrasse 6-8 in Hamburg-Altona

Pressemitteilung – Nach Netzrückkauf: Hamburg braucht KEBAP

Kulturenergiebunker bietet sich an als Modell für lokale Wärmeversorgung aus erneuerbaren Quellen – schon vor dem Kohleausstieg in der Hamburger Fernwärme 2030.

Hamburg, 22. Mai 2019. Nachdem die Hamburger Regierungskoalition gestern einen per Gesetz verordneten Kohleausstieg in der Fernwärme bis spätestens 2030 angekündigt hat, wird die Verwirklichung von Projekten wie dem KulturEnergieBunkerAltonaProjekt (KEBAP) umso dringender. Der Rückkauf des Fernwärmenetzes bietet der Stadt Hamburg die Chance, die Erzeugung von Wärme neu und nachhaltig zu gestalten. Eine künftige klimafreundliche Wärmeversorgung muss auch auf dezentrale Energieerzeugung setzen, sogenannte Quartierslösungen wie KEBAP. Im leerstehenden Hochbunker in der Schomburgstraße in Altona-Altstadt ist ein innovatives Heizkraftwerk geplant. Das Modellprojekt soll neue Technologien zur Dekarbonisierung von Nah- und Fernwärmeversorgung umsetzen, kurz: nachhaltig Wärme für Haushalte und benachbarte Großverbraucher wie Schwimmbad und Schule erzeugen.

Das Besondere: Das Projekt wird von und mit Anwohnern geplant, die sich über den Verein KEBAP e.V., der bereits seit acht Jahren vor Ort aktiv ist, und die KulturEnergieGenossenschaftAltona (KEGA eG) auf unterschiedliche Weise beteiligen. Es deckt mehrere Bedarfe im Stadtteil: Die eine Hälfte des Zwillings-Bunkers soll der Energieerzeugung dienen und die andere Freiräume schaffen – Kochwerkstatt, Proberäume, Orte für Kreativität, Experiment und Austausch. „Wir packen viele gesellschaftliche Herausforderungen gleichzeitig in einem Projekt an und gehen gemeinsam neue Wege“, fasst Heike Breitenfeld vom Vorstand des KEBAP e.V. zusammen. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Regionalforschung hat das Vorhaben in Altona von 2015 bis 2017 zum „Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ gewählt, auch auf Grund der gelungenen Verbindung von Stadtentwicklung und Klimaschutz.

Um die selbst gesteckten CO2-Einsparziele zu erreichen, brauche Hamburg jetzt innovative Bürgerenergieprojekte wie den KulturEnergieBunker in Altona, sagt Saskia Akkermann vom Vorstand der KEGA. „Wärmeerzeugung im Quartier ist deutlich effizienter als klassische Fernwärme. Für den Wärmetransport über längere Strecken werden hohe Temperaturen benötigt und er bedeutet auch großen Energieverlust. Nahwärme lässt sich bei erheblich niedrigeren Temperaturen nutzen.“ Akkermann betont aber, dass ein innovativer Mix aus Nah- und Fernwärmeversorgung geplant ist, inklusive der Einspeisung ins bestehende Fernwärmenetz, das in der Schomburgstraße „direkt vor der Haustür liegt“. Damit sollen Bedarf und Angebot im Wärmenetz möglichst effizient aufeinander abgestimmt werden.

Aus dem Bezirk Altona kommt Unterstützung für den KulturEnergieBunker. Auch die Gespräche mit den Behörden für Umwelt und Energie (BUE) und für Kultur und Medien (BKM) in Hamburg verliefen konstruktiv. Nun, nachdem der Netzrückkauf vollzogen ist, liegt es in den Händen der Stadt Hamburg, das innovative Wärme- und Kulturprojekt KEBAP in naher Zukunft Realität werden zu lassen.

Und es liegt auch in den Händen engagierter Bürger*innen: Bereits ab 100 Euro wird man Mitglied der Genossenschaft. „Fridays for Future und andere Bewegungen zeigen, wie sehr der Klimaschutz Menschen aller Altersstufen berührt. Ein Großteil der CO2-Produktion entsteht bei der Wärmeerzeugung. Deshalb ist es in diesem Bereich besonders dringend, auf erneuerbare Energien umzusteigen. Hamburger Fernwärme stammt bisher vorwiegend aus Kohle. „Wir bieten jetzt die Möglichkeit, sich direkt an einer ökologischen und sozialen Alternative zur Wärme aus Kohle zu beteiligen und die Wärmewende in Hamburg auch lokal zu gestalten“, erklärt Akkermann (KEGA).

Quellen zur weiteren Recherche:

Studie zur höheren Effizienz der dezentralen Wärmeversorgung (Nahwärme)
Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen an

Saskia Akkermann
KulturEnergieGenossenschaftAltona (KEGA eG)
Tel.: 01637432433, E-Mail: akk@kega-hamburg.org